luftige Begegnungen

Mäusebussard auf Platz 1

Eine Bilanz am Ende der Saison 2014

Buteo buteo nennen ihn die Wissenschaftler – die meisten kennen den mittelgroßen Greifvogel mit braun-weiß gefärbtem Gefieder und der markanten Stimme als Mäusebussard. An schönen Tagen sieht man ihn oft hoch am Himmel kreisen. Er ist ein hervorragender Segler und der unter deutschem Himmel weitaus am häufigsten vorkommende Greifvogel. Kein Wunder also, dass er der Vogel ist, über den Luftsportler am meisten zu berichten haben und er Platz 1 im Meldeportal belegt.

Die Bandbreite seiner Kleider ist groß, was seine Bestimmung so manches Mal erschwert: Von hauptsächlich weiß gefärbten Vögeln bis hin zu dunkelbraunen Exemplaren ist alles möglich. Selbst die Jungvögel aus einer Brut können unterschiedlich gefärbt sein. Bezeichnend ist sein Ruf: ein lautes bijä oder ein leises mijau. Dieser Ruf hat ihn den Beinamen Katzenbussard eingebracht. Allen gemeinsam ist das typische Flugbild: ein eher kurzer, im Segelflug abgerundeter und weit gespreizter Schwanz sowie relativ breite mittellange Flügel kennzeichnen seine Silhouette.

Von Luftsportlern werden Bussarde besonders als Thermikanzeiger geschätzt. Fasziniert, aber auch mit großem Respekt beschreiben zahlreiche Freizeitpiloten ihre gemeinsamen Flüge mit den Segelkünstlern im Meldeportal: „Hammer, so nahe sind die Bussarde in der Thermik noch nie geflogen ...!“, „... Der Vogel zeigte mir den Thermikbart an, und drehte gemeinsam mit mir auf ca. 1.200 Meter auf ...“. Knapp 200 Begegnungen mit Mäusebussarden wurden im Meldeportal registriert. Damit landet der Mäusebussard auf Platz 1 unserer Liste mit Vogelarten, die den Luftsportlern bei ihren Flügen begegnet sind. Dem folgen Begegnungen mit den riesigen Gänsegeiern (171) und auf Platz 3 Flüge mit dem König der Lüfte, dem Steinadler (122).

Knapp 1.500 Vogelsichtungen wurden im Meldeportal eingegeben. Die gute Nachricht: Fast alle gemeinsamen Flüge verliefen friedlich. In ca. 2 % der Meldungen wurde über aggressives Verhalten der Vögel berichtet. Die Gründe dafür werden analysiert. Meistens handelt es sich um aufgebrachte Vogeleltern, die ihre Brut verteidigen, da die Piloten aus Unwissenheit, zum Beispiel während eines Streckenfluges, zu nah an den Horst heran geflogen sind. In diesen Fällen hilft: Abdrehen und Abstand halten.

Die Datenerfassung für die erste Analyse ist damit abgeschlossen. Herzlichen Dank an alle Piloten, die uns unterstützt haben und sich Zeit für die Dateneingabe genommen haben. Unser Dank gilt insbesondere den Team-Piloten, die viel Zeit investiert haben, um uns alle Flüge zu melden. Wir haben damit einen wertvollen Datenstamm erworben. Danke auch an unsere Kooperationspartner, die uns mit ihrem Fachwissen immer sehr unterstützt haben.

Bitte gebt auch weiterhin eure Flüge im Meldeportal ein. Jede Meldung ist ein wertvoller Beitrag für unsere Arbeit und die Erforschung der Reaktion der Vogelwelt.  

Euer Luftige-Begegnungen-Team

 

 

Meldeportal

Wiederauszeichnung als UN-Dekade Projekt

 

 

Als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet

Monatssieger im November 2013

Alle "Luftige Begegnungen" auf Google Maps

Auf der Seite Zwischenergebnisse finden Sie eine Karte mit allen Begegnungen.

Banner zum Downloaden

Unterstützen Sie unser Projekt, indem Sie unser Banner auf Ihre Homepage stellen. Wir freuen uns, wenn Sie mitmachen. Mehr Infos dazu gibts hier ...



Ein Projekt von:

DHV
DAec
Nationalpark Berchtesgaden

Gefördert durch:

DBU
Mit weiterer Unterstützung von:
Skywalk