luftige Begegnungen

Das Projekt

Immer wieder berichten begeisterte Pilotinnen und Piloten vom gemeinsamen Fliegen mit Vögeln. Ornithologen sind geteilter Meinung. Die einen vermuten hinter den gemeinsamen Flügen und Annäherungen Störungen, weil die Vögel zum Beispiel ihr Revier verteidigen und den vermeintlichen Eindringling vertreiben wollen. Andere schließen nicht aus, dass Neugierde und Spieltrieb die Ursache ist. Für Pilotinnen und Piloten ist eindeutig, dass Vögel die Luftfahrzeuge ebenso als Thermikanzeiger nutzen wie umgekehrt und sich deshalb oft annähern. Mitunter kommt es zu kritischen Situationen, Beinahe- und sehr selten tatsächlichen Zusammenstößen.

Um Pilotinnen und Piloten dabei zu helfen, solche Situationen zu vermeiden, und um Antworten auf wichtige Fragen wie die, ob es sich grundsätzlich um eine Störung handelt, wenn ein Vogel sich einem Luftfahrzeug annähert, zu beantworten, haben der DAeC und der DHV im Jahr 2010 das Projekt „Luftige Begegnungen“ ins Leben gerufen. Seither wurden Informationen über den Verlauf und die Art solcher Begegnungen gesammelt. Viele Piloten haben mitgemacht und ihre Beobachtungen gemeldet. Die Zwischenergebnisse sind ermutigend: Die allermeisten Begegnungen verlaufen offenbar unproblematisch und sind ein fantastisches Naturerlebnis. Nicht selten kreisen Seeadler, Steinadler, Bussarde oder Milane in weniger als 10 m Entfernung mit Pilotinnen und Piloten im Aufwind. Konflikte mit revierverteidigenden Vögeln scheinen erkenn- und lösbar.

Auch Ornithologen interessieren sich für die Beobachtungen von Pilotinnen und Piloten, denn sie können Daten über die gefiederten Kollegen sammeln, die zumindest bodengebundene Ornithologen alleine so nicht oder nur mit großem Aufwand erbringen können.

Förderung durch DBU

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt „Luftige Begegnungen“ des DAeC / DHV. Mit den Stiftungsmitteln wurde u.a. eine neue Datenbank zur Erfassung der Beobachtungen programmiert. Pilotinnen und Piloten können über das Eingabeportal ihre Flüge und die Beobachtungen auf einfache Weise eingeben. So lässt sich zum Beispiel erfassen, welche Vogelarten wo und wann am meisten gesichtet werden und wie die Vögel sich verhalten. Als vor einigen Jahren die ersten Gänsegeier nach Deutschland einflogen, waren Segel- und Gleitschirmflieger auf der Schwäbischen Alb die Ersten, die die Ornithologen informierten.

Die Begegnungen werden mit Google-Maps sichtbar gemacht. Fotos oder Videos, die von den Luftfahrern gemacht werden, können eingestellt werden (Kontaktadresse: info@luftige-begegnungen.de). Das beste Material wird veröffentlicht.

Die Monitoring-Teams

Mehrere Pilotinnen und Piloten aus den verschiedenen Sparten bilden die so genannten Monitoringteams. Sie dokumentieren während der Flugsaison alle ihre Flüge und die dabei stattfindenden luftigen Begegnungen. So soll unter anderem ermittelt werden, wie häufig sich Vögel und Luftfahrer beim Fliegen begegnen.

Mit dem Projekt soll ein weiterer Beitrag des Luftsports zum Schutz der Natur und insbesondere zur Umsetzung der Nationalen Strategie der Biologischen Vielfalt (http://www.bmu.bund.de/) erbracht werden. 





Meldeportal

Wiederauszeichnung als UN-Dekade Projekt

 

 

Als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet

Monatssieger im November 2013

Alle "Luftige Begegnungen" auf Google Maps

Auf der Seite Zwischenergebnisse finden Sie eine Karte mit allen Begegnungen.

Banner zum Downloaden

Unterstützen Sie unser Projekt, indem Sie unser Banner auf Ihre Homepage stellen. Wir freuen uns, wenn Sie mitmachen. Mehr Infos dazu gibts hier ...



Ein Projekt von:

DHV
DAec
Nationalpark Berchtesgaden

Gefördert durch:

DBU
Mit weiterer Unterstützung von:
Skywalk